Neue Gebühren

Das anwaltliche Gebührenrecht hat sich zum 1. Augsut 2013 geändert. Es gelten zum Teil neue Gebührentabellen. Daher sind die Angaben, die Sie unten stehend finden nicht mehr aktuell. Wir bemühen uns um eine schnelle korrektur.

 

Als erste Information können wir Ihnen den folgenden Prozesskostenrechner empfehlen. Dieser ist sehr umfangreich und deckt bei richtiger Handhabung die meisten Gebühren ab.

 

http://www.der-prozesskostenrechner.de/

Anwaltliche Gebühren

Die anwaltlichen Gebühren sind nicht so verständlich und einfach strukturiert, wie Sie es vielleicht von anderen Berechnungen von Dienstleistungen gewohnt sind. Dennoch stellen Rechtsanwaltsgebühren in vielen Fällen gut investiertes Geld dar und sollten nicht als Hindernis dafür angesehen werden, sein Recht durchzusetzen.


Vorweg ist hervorzuheben, dass der Rechtsanwalt gesetzlich dazu verpflichtet ist, unnötige Kostenrisiken für seine Mandanten zu vermeiden und diesen auch entsprechend beraten muss. Gerade in der Kanzlei Blumberg ist es ein unverzichtbarer Beratungsbestandteil, über die entstehenden Rechtsanwaltsgebühren aufzuklären und innerhalb der Abwägung der verschiedenen Handlungsalternativen das Kostenrisiko in Ihrem Interesse zu berücksichtigen. Eine vollständige Beratung beinhaltet deshalb auch die Information darüber, welche Kosten durch die anwaltliche und gerichtliche Tätigkeit anfallen.

Eine vollumfängliche Darstellung des anwaltlichen Gebührenrechts und womöglich die Darstellung der anfallenden Kosten für jeden Einzelfall ist an dieser Stelle unmöglich und auch nicht zielführend, da eine entsprechende Beratung immer besser persönlich und anhand eines konkreten Falles erfolgen sollte. Dennoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle zum besseren Verständnis ein paar Grundkenntnisse des anwaltlichen Gebührenrechts vermitteln.

Rechtsanwaltsgebühren sind gesetzlich geregelt

In Deutschland sind die möglichen Honorare für die anwaltliche Tätigkeit, mit der dann die gesamte Tätigkeit des Anwalts und seines Teams, sowie dem notwendigen Drumherum abgegolten wird, gesetzlich im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt.

Dabei ist zwischen der Art der Tätigkeit des Rechtsanwaltes zu unterscheiden. Handelt es sich um eine Beratung, vertritt er die Interessen seiner Mandanten nach außen gegenüber Dritten oder wird er sogar gerichtlich für Sie tätig.

 

Daraus ergeben sich dann entweder Festgebühren oder Rahmengebühren, wobei gerade in „einfachen“ Beratungsgesprächen auch eine Vergütungsvereinbarung möglich ist.

Bei einfachen Beratungen und der Erstellung von Rechtsgutachten soll zwischen dem Rechtsanwalt und dem Mandant eine angemessene Vergütungsvereinbarung getroffen werden, die von den gesetzlichen Regelungen abweichen kann. Allerdings muss die Vereinbarung schriftlich erfolgen, wenn die Vergütungsvereinbarung höher ausfällt als die gesetzlichen entstehenden Gebühren. Die weiteren Gebührentatbestände sind in speziellen Vergütungsverzeichnissen als Anlagen zum RVG geregelt.



Was kostet die anwaltliche Tätigkeit?

In zivil-, arbeits-, verwaltungs- und finanzrechtlichen Angelegenheiten wird das Rechtsanwaltshonorar anhand von zwei Faktoren ermittelt: dem Gegenstandswert und der auftragsgemäß tatsächlich vorgenommenen Tätigkeiten des Rechtsanwaltes.

 

Der Gegenstandswert für eine anwaltliche Tätigkeit beinhaltet den objektiven Geldwert oder das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers an der Streitigkeit. In manchen Fällen ist es besonders leicht, dieses festzustellen. Insbesondere dann, wenn es darum geht eine bestimmte Geldforderung geltend zu machen.

 

In anderen Fällen, insbesondere bei nichtvermögensrechtlichen Angelegenheiten, gibt es zum Teil gesetzliche Festlegungen oder richterlich festgelegte Grundsätze, wie der Gegenstandswert zu bestimmen ist. In einem gerichtlichen Verfahren liegt es letztendlich in der Hand des Gerichtes den Gegenstandswert verbindlich festzusetzen.

 

Dem jeweiligen Gegenstandswert ist in einer entsprechenden Vergütungstabelle eine bestimmte Gebühreneinheit zugeordnet. Wie viele Gebühreneinheiten der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit abrechnen kann hängt davon ab, welche auftragsgemäße Tätigkeit er im Interesse des Mandanten vorgenommen hat.

Außergerichtlich können dies zum Beispiel 0,5 bis 2,5 Gebühreneinheiten für die „normale“ Interessenvertretung und zusätzlich 1,5 Gebühreneinheiten für die Verhandlung eines außergerichtlichen Vergleichs als Einigungsgebühr sein. Gerichtlich fallen dann zum Beispiel 1,2 Gebühreneinheiten für die Terminswahrnehmung und 1,3 Gebühreneinheiten für die Interessenvertretung im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens an. Daneben wird noch unterscheiden, in welcher Instanz der Anwalt tätig wird und wie viele Mandanten der Rechtsanwalt gleichzeitig vertritt.

 

Ein Unterschreiten dieser Gebühren ist dem Rechtsanwalt gesetzlich untersagt, um das wichtige Gut der Rechtsberatung nicht unter dem Preiskampf der Anwälte zu verschlechtern.

Zusätzlich können im Einzelfall noch besondere Gebührentatbestände erfüllt sein. Dazu zählen z.B. die Anrechnung von bestimmten außergerichtlich angefallenen Gebühren, wenn es nach einer zunächst außergerichtlichen Korrespondenz doch zu einem gerichtlichen Verfahren gekommen ist oder bestimmte notwendige Auslagen, wie die Postpauschale oder die entstandenen Kosten für Akteneinsicht und Kopieraufwand. Natürlich muss zu guter Letzt die Mehrwertsteuer hinzugerechnet werden.



          Gegenstandswert
bis ... EURO
  Gebühr
... EURO
  Gegenstandswert
bis ... EURO

   Gebühr
... EURO

          300    25   16.000   566
          600    45    19.000    606
           900    65    22.000    646
           1.200    85    25.000    686
           1.500    105    30.000    758
           2.000    133    35.000    830
           2.500    161    40.000    902
          3.000    189    45.000    974
           3.500    217    50.000    1.046
           4.000    245    65.000    1.123
           4.500    273    80.000    1.200
           5.000    301    95.000    1.277
           6.000    338    110.000    1.354
           7.000    375    125.000    1.431
           8.000    412    140.000    1.508
          9.000   449   155.000   1.585
          10.000   486   170.000   1.662
          13.000   526   (...) 500.000   2.996
ACHTUNG! Durch das beschlossene zweite Kostenrechtsmodernisierungsgsetz gelten für Mandante, welche nach dem 01.07.2013 zustande kommen andere Gebührensätze!
Auch über diese Gebühren werden wir Sie demnächst hier informieren.

Beratungstätigkeit

Kosten in Strafsachen

Die Kosten in Straf- und Bußgeldangelegenheiten richten sich, anders als im Zivilrecht, nicht nach dem Gegenstandswert. Ein solcher ist ohnehin nur bei wenigen Verfehlungen vorhanden. Eine Aufteilung bezüglich der Schwere der Vorwürfe würde zu einer unbilligen Gewichtung führen, so dass in Strafsachen festgelegte Gebührenrahmen für die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche eingeführt worden sind.

 

Jeder Tätigkeitsbereich hat eine Mindest-, eine Mittel- und eine Höchstgebühr, welche dann je nach individuellen Gesichtspunkten zur Abrechnung herangezogen werden. Der Rechtsanwalt ist gesetzlich verpflichtet von dem Gebührenrahmen nach billigem Ermessen Gebrauch zu machen und dabei die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Bei den Ermessenserwägungen zieht der Anwalt auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers, sowie das Haftungsrisiko bei der Bemessung der Gebühr heran.

 

Die einzelnen Gebührentatbestände können beispielhaft die Grundgebühr, die Verfahrensgebühr und die Terminsgebühr sein. Zusätzlich können noch unterschiedliche Zuschläge, wie die Haftgebühr und oder einen Zuschlag für besonders lange Termine geltend gemacht werden.

 

In Bußgeldangelegenheiten ist die Berechnung identisch aufgebaut. Es existieren lediglich abweichende Gebührenrahmen. Der Pflichtverteidiger, welcher vom Staat bezahlt wird, erhält in beiden Bereichen jeweils geringere Gebühren für seine Tätigkeit aus der Staatskasse.    



Kosten in Sozialrechtlichen Angelegenheiten

Auch in sozialrechtlichen Angelegenheiten, wie zum Beispiel in Rentenangelegenheiten, der Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises oder der Streitigkeit um Bewilligungsbescheide gibt es einen Rahmen, in dem sich der Rechtsanwalt nach den oben genannten Kriterien die für den individuellen Fall angemessene Gebühr auswählen kann. Dies gilt dann sowohl für die außergerichtliche als auch die möglichen anfallenden gerichtlichen Gebühren, wie Verfahrens- und Terminsgebühr. 

 

 

Wir wissen, dass diese Darstellung nur einen kleinen Überblick darstellen kann und in keinem Fall als abschließend zu werten ist. Wenn noch weitere Fragen hinsichtlich der Abrechnung bestehen, dann scheuen Sie nicht uns in der Beratung darauf konkret anzusprechen.



Für die rein beratende Tätigkeit eines Rechtsanwaltes sollen wie oben bereits erwähnt individuelle Vergütungsvereinbarungen getroffen werden. Diese richten sich je nach Schwere und Aufwand der Beratung entweder nach einem gemeinsam festgelegten Streitwert oder es erfolgt eine Abrechnung nach Stundenhonorar. Die Verhandlung obliegt dann einzig und allein den Vertragsparteien. Dieses Modell wird von uns insbesondere in den Fällen angewandt, in denen die Abrechnung auf Basis des „normalen“ Gegenstandswertes für die eine oder andere Seite besonders unbillig wäre. Auch wenn sich die Abrechnung mit einem Stundenlohnhonorar oft sehr hoch anhört ist dabei zu beachten, dass die Arbeit des Anwalts im Fünfminutentakt sehr genau abgerechnet und nachgehalten wird und mit diesem Stundenhonorar nicht nur der Rechtsanwalt, sondern der gesamte Kanzleiapparat honoriert wird. Die juristische Erstberatung für Privatpersonen ist im Übrigen auf einen Höchstbetrag von 190,00 € zzgl. MwSt beschränkt.  



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Blumberg | Notare & Rechtsanwälte
Tannenbergstr. 1
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